Universität Rostock

Wegeleitsystem

Die Universität der Hanse­stadt Rostock ist die älteste und traditions­reichste Hoch­schule im Ostsee­raum. Und auch die Beschilder­ung auf dem histor­ischen Gelände an der Kröpeliner Straße war schon ziemlich in die Jahre gekommen, als man uns 2013 bat, ein Konzept für die barriere­freie Orientier­ung in den Gebäuden zu erarbeiten.

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Bevor das historische Haupt­gebäude, bestehend aus vier Gebäude­teilen, saniert wurde, hatten nach unserer Ein­schätz­ung auch Nutzer ohne Ein­schrän­kung Probleme, sich in dem alt­ehrwür­digen Gemäuer zurecht­zufinden. Neues Museum, Mittelbau, Hofanbau – mit labyrinth­artigen Zu- und Über­gängen, Treppen und Aufzugs­anlagen war es eine echte Heraus­forderung, immer pünktlich im richtigen Seminar­raum zu erscheinen. Das akademische Viertel schon mit einge­plant.

Höchste Zeit also für eine weg­weisende Beschilder­ung, die sich naht- und zeitlos in die historische Substanz und die im Mittel­teil wider­her­gestellte Farb­gebung einfügt.

Den Auftrag­gebern war es besonders wichtig, dass die Beschilder­ung nicht als Fremd­körper wahr­genommen wird. Mit unseren eleganten Lösungen haben wir das gut hin­bekommen, finden wir.

Gemeinsam mit einem Schilder­hersteller haben wir außerdem ein neu­artiges System entwickelt, mit dem taktile Elemente aus Kunst­stoff kosten­günstig produziert werden können. Die Schilder und Auf­steller im Treppen­haus punkten mit exzellenter Detail­genauigkeit und optimaler Tast­bar­keit. Neue, frische Pikto­gramme und Braille- Beschrif­tungen an den Stellen, auf die es ankommt, machen den Uni-Alltag für Studierende und Besucher leichter – und vielleicht auch ein bisschen schöner.

Leitsystem im Raum

Ein Blick in den Eingangsbereich der Universität Rostock. Im Bildhintergrund die Treppe, die in die erste Etage führt, darauf unscharf einige Menschen in Bewegung. Auf der rechten Seite sieht man einen schwarzen Aufsteller mit heller Schrift, ein Element des Wege-Leit-Systems für die Universität Rostock.
Ein Aufsteller, Bestandteil des Wege-Leit-Systems, im Anschnitt fotografiert. Auf schwarzem Grund sind mit weißer und gelber Schrift Informationen aufgedruckt. Im Hintergrund unscharf ein Flur der Universität und ein weiteres Element des Leitsystems.
Aufnahme eines Aufstellers des Leitsystems rechts im Bild im Anschnitt. Darauf die Informationen zur Etage und den Räumen. Links im Bild das prachtvoll verzierte Treppenhaus des Mittelbaus.

Grafisches Konzept

Auf einem iPad werden verschiedene weiße Piktogramme auf schwarzem Untergrund gezeigt. Es handelt sich um die Piktogramme zur Kennzeichnung des Fahrstuhls, der Damen- und Herren-Toiletten sowie der barrierefreien Toiletten, die mit einem Rollstuhlfahrer kenntlich gemacht werden. Vom I-Pad leicht verdeckt werden Skizzen zum Rollstuhlfahrer-Piktogramm.
Eine zweidimensionale grafische Ansicht der einzelnen Schilder des Leitsystems. Zur Einschätzung der Maße der Elemente befinden sich dezent im Hintergrund Silhouetten einer stehenden Figur und eines Rollstuhlfahrers.
Eine Übersichtsgrafik der einzelnen Gebäudeabschnitte der Universität. Der Hintergrund ist schwarz. Jeder Bereich ist mit einer eigenen leuchtenden Farbe gekennzeichnet. Eine Schriftebene gibt den Namen der Bereiche an und die Nummern der sich dort befindenden Räume.

Inklusion im Detail

Zwei Bilder nebeneinander. Auf dem linken Bild eine Aufnahme aus dem Treppenhaus. Im Fokus der hölzerne Handlauf mit taktiler Handlaufbeschriftung. Im Hintergrund unscharf eine junge Frau mit langen Haaren, die die Treppe hinaufsteigt. Auf dem rechten Bild eine Etagenübersicht im Anschnitt auf der rechten Bildhälfte. Auf der linken Bildhälfte sieht man einen jungen Mann mit Vollbart eine Tür öffnen.
Eine Detailaufnahme der taktilen Etagenübersicht, die sich auf den Aufstellern befindet. Auf dem Grundriss sind Wände, Fenster und Treppen taktil ausgearbeitet. Ebenso finden sich die Bezeichnungen der abgebildeten Räume in Brailleschrift.
Eine Detailaufnahme der taktilen Etagenübersicht. Zwei Hände tasten den Braille-Schriftzug, der den Standort der Person angibt.